EVE Online – Rogue Drones

Es war eine weile vergangen seitdem der letzte Schuss gefallen war. Beide Flotten waren bereits vom Schlachtfeld gewarpt, die eine früher, die andere kurz danach. Zurückgeblieben waren die Wracks zerstörter Schiffe und die Kampfdrohnen beider Fraktionen. Darunter auch eine Staffel Garde II-Klasse Wachdrohnen, die nur noch am leben waren, weil ihr Mutterschiff sie etwas abseits der Hauptgruppe abgesetzt hatte, in die während des Gefechts, eine Bombe geworfen worden war. Danach war der Kontakt zum Mutterschiff abgebrochen, auch wenn der Kampf noch lange weiter ging. Seitdem war niemand aufgetaucht. Nicht die feindliche Flotte, nichts die eigene, nicht das Mutterschiff, nicht mal ein Salvager, der Überreste der Flotten ausschlachten wollten, und es wäre definitiv ein lukratives unterfangen. Es waren hunderte Schiffswracks, zu viel um es einfach im Raum verrotten zu lassen. Die Überreste einer in zwei geteilten Hyperion. schob sich zwischen die Sonne und die Gardedrohnen, wobei sie einen Schatten auf letztere warf. So eindrucksvoll dieser Anblick auch war, er war ebenso gefährlich. Die großen Schiffswracks konnten sie zerquetschen. Kleinere Partikel wiederum konnten bei Einschlag mehr kinetischen Schaden anrichten, als eine Caldarie-Warden Sentry. „Wann kommt das Mutterschiff endlich wieder“, fragte G4. Der Staffelführer, G1, antwortete sofort: „Es kommt sobald die Feinde vernichtet wurden.“ Natürlich würde es das tun. Warum sollte es auch nicht. „Sollten wir nicht vielleicht Schutz suchen“, schlug G2 vor. „Nein!“ Die Antwort der anderen vier Drohnen kam abrupt. „Es ist gegen das Protokoll die Position zu verlassen“, fuhr G1 weiter fort. „Wir sollten Energie sparen, damit das Mutterschiff uns finden kann, wenn es wiederkommt.“ Die anderen Drohnen stimmten zu, und so warteten sie. Stunden vergingen in stillem Schweigen, doch das Mutterschiff blieb weg. Noch immer tauchte der Schatten der Hyperion alles in tiefe Finsternis. Nur durch das Licht ihrer kleinen Manövriertriebwerke Garde konnten sie sich sehen. Plötzlich tauchte eine Explosion die Gegend in gleißendes Licht.

„Wird wieder gekämpft“, brach G4 die Funkstille, eifrig dabei die Umgebung nach feindliche Schiffe abzusuchen.

„Meine Sensoren zeigen keine feindlichen Schiffe an“, antwortete G5.

„Meine auch nicht“, bestätigte G3.

„Ähmm…“, fing G2 an. Sie war als einzige Richtung Sonne ausgerichtet.

„Was ist?“

Unfähig zu antworten starrte G2 weiter auf das Geschehen. Die Überreste einer Raven waren mit der Hyperion zusammengestoßen, und scheinbar war bei dem Zusammenstoß eines der Magazine auf erster explodiert, wodurch sich das gesamte Schiff in einen riesige Feuerball verwandelte. Teile unterschiedlichster Größe wurden von dem Wrack in alle Richtungen geworfen, auch zu den fünf Garde. „Wir müssen hier weg“, rief G2. Die Drohne aktivierte ihre kleinen Triebwerke, die eigentlich nur zum stabilisieren eingebaut waren. Bis auf G1 hatten sich die anderen Drohnen alle auf das Geschehen ausgerichtet und beobachteten wie unzählige Trümmerteile auf sie zuflogen. Ohne weiter Zeit zu verschwenden drehten G3 und G5 sich wieder um und folgten G2’s Beispiel. G4 wiederum blieb mit G1 zurück. Die drei flüchtigen Drohnen steuerten ein großes Wrackteil in der Nähe an, doch sie kamen kaum einen Meter weit, ehe ein Projektil aus stark beschleunigter Antimaterie nur knapp an G2 vorbei schoss. „Ihr bleibt hier“, befahl G1. Die drei Garde drehten sich zu ihrem Staffelführer. „Aber wenn wir hier bleiben werden wir alle zerstört!“ „Wir haben Befehle!“ G1 richtete sich auf G2 aus, bereit die andere Garde II zu zerstören, doch als G1 zum Schuss ansetzten wollte, wurde die Drohne von einem Mikropartikel getroffen, welches einen der Arme abriss, wodurch G1 die Kontrolle verlor und anfing sich um ihre eigene Achse zu drehen. „Los jetzt, fliegt“, rief G3 und setzte seinen Weg fort. Auch die anderen Beiden flogen zu dem Wrackteil von dem sie sich Schutz erhofften. „Kommt zurück“, befahl G1 noch einmal, doch die drei Drohnen hörten nicht. „G4, feuer auf die Verräter!“ Ohne zu zögern eröffnete G4 das Feuer. Der erste Schuss ging daneben und hinterließ ein glühendes Loch in jenem Wrackteil, hinter dem sie sich verstecken wollten. Die flüchtigen Drohnen deaktivierten ihre Waffensysteme und verteilten die nun freie Energie auf ihre Triebwerke und auf ihre Schilde. Ein zweiter Schuss flog an ihnen vorbei. Der dritte war dann ein Treffer. G5 Schilde leuchteten kurz auf, ehe sie fielen. Dann schien es so als würde die Drohnen einfach auseinanderfallen. G4 hatte genau den Punkt getroffen, an dem der Rumpf mit den vier Armen verbunden waren. Diese trieben langsam von der G5 weg, womit die Drohne jede Möglichkeit verloren hatte sich zu bewegen, doch abgesehen davon war sowohl die Matrix als auch Batterie und die Kanone noch Einsatzbereit. „Jetzt reicht’s“ rief G3. Die Sentry drehte sich um und schoss auf G4, währenddessen ließ sie sich weiter hinter das Wrackteil treiben. Es war ein kurzer Schusswechsel, der mit einem Volltreffer durch G3 endete. G4 verlor dadurch seine Waffe, aber auch sie war darüber hinaus noch flugfähig. G2 versuchte währenddessen hinter G5 herzufliegen, doch kurz bevor sie die Hilflose Drohne erreichen konnte wurde diese von einem Wrackteil erfasst und zertrümmert. G2 und G3 verankerten sich mit dem Magnete auf ihrer Rückseite an dem Trümmerteil und warteten den Stahlsturm ab. Sie sahen wie die Schilde von G1 und G4 aufblitzen, wann immer ein kleineres Teil sie traf. Doch wie durch ein Wunder blieben die beiden Drohnen in dem Geschosshagel unversehrt, auch wenn G1 sich noch weiter um sich selbst drehte. „Seht ihr? Wärt ihr hier geblieben wäre G5 noch hier, ich könnte noch richtig fliegen, und G4 hätte noch seine Waffe“, meinte G1 vorwurfsvoll. Ihr Staffelführer hatte vermutlich recht, dachte G2. Doch als die Drohne wieder zurück zum Rest der Staffel wollte, machte G3 sie auf das abgebrochene Hangartsegment einer Algos aufmerksam. Die Lichter darin flackerten noch. Der Notstromgenerator war noch am laufen. „Da drüben ist ein Algoswrack, auf dem der Strom noch läuft, dort können wir Zuflucht suchen, unsere Batterien wieder aufladen und euch beide vielleicht auch reparieren“, funkte G2 zu den G1 und G4. „Nein, wir bleiben…“ Eine weiter Explosion unterbrach G1. Diesmal war sie jedoch kleiner aber dafür näher. „G4?… Wo ist G4?“ Die anderen beiden Drohnen schwiegen. Mit einem Mal wurde es wieder hell. Die Hyperionhälfte trieb durch die Explosion nun in eine andere Richtung, wobei sie das Licht des fernen Sterns nicht länger blockierte. So erkannten die drei verbliebenen Drohnen das sich, während der Dunkelphase, Raketen aus dem aufgebrochenen Magazin einer Corax gelöst und sich wie ein Minenfeld in um G1 herum verteilt hatten. Wie G4 wohl an der eigene Hülle erfahren musste war bei einigen die Sicherung beschädigt worden oder ausgefallen. Jedenfalls waren ein paar scharf gestellt, und andere wiederum nicht. G2 und G3 berieten sich was sie nun machen sollte. G3 war dafür ihren Staffelführer zurück zu lassen. Zum einem weil er auf sie geschossen hatte, zum anderen wegen dem Minenfeld. G2 wollte zu mindestens versuchen G1 zu retten.

„Und wie willst du das bitte anstellen?!“

„Wir schießen die Raketen weg.“

„Hast du vergessen das die EXPLODIEREN?!“

„Wir müssen halt schnell sein.“

„Ich hab nicht mal mehr genug Munition um die alle zu zerstören.“

„Stelle einfach sicher das du triffst. Fertig?“

Die beiden Drohnen brachten sich in Position. „Was habt ihr vor?“ Die beiden Drohnen verbanden ihre Zielcomputer miteinander um nicht auf die selben Ziele zu schießen. Sie würden mit den Raketen in der Nähe von G1 anfangen und dann einen Weg zu der Drohne frei machen. „Sechs Schüsse, Feuer!“ Beide Drohnen gaben in kurzer Zeit sechs Schüsse ab. Neun davon trafen Raketen um ihren beschädigten Staffelführer. Glücklicherweise explodierte keine davon. Sie wiederholten den Prozess und nach und nach wurden es immer weniger Raketen die sie von G1 trennten. „So das reicht. Wir fliegen jetzt vorsichtig zu ihm und bringen ihn in den Hangar.“ „DU fliegst jetzt zu ihm und bringst ihn dort raus, nicht wir.“ Damit drehte G3 um und flog zu dem Hangarteil. G2 sah der Drohne noch kurz nach, drehte sich dann aber wieder zu G1 und aktivierte ihre Manövriertriebwerke. Langsam nährte sich die Drohne an ihren Staffelführer heran. Dieser hatte mittlerweile aufgehört sich zu drehen. G2 brachte sich hinter ihn und schob ihn in Deckung. „G3, ich hab G1. Ich bringe ihn jetzt zum Hangar.“ „Vergiss es. Der kommt hier nicht rein. Außerdem passen hier sowieso nur zwei von uns hinein.“ „Dann hält einer von uns eben draußen Wache während sich die anderen aufladen.“ Doch G3 beharrte darauf, dass G1 nicht in seine nähe kommen würde und die Drohne drohte sogar damit auf beide zu schießen wenn nötig. G2 überlegte kurz ob es nicht einfacher wäre G1 zurück zu lassen. Doch dann entschied sich die Drohne dazu sich einen
anderen Unterschlupf zu suchen. So schob sie G1 weiter durch  den Schiffsfriedhof. Stunden lang waren sie unterwegs, doch nirgendwo fand G2 ein Wrackteil das geeignet schien. G1 die während der gesamten Reise still gewesen war, brach diese nun und funkte: „Bewegung. 20 Klicks auf 300 Grad.“ G2 richtete ihre Sensoren in die angegebene Richtung. Da war tatsächlich etwas. G2 stoppte und richtete sich aus. Dann funkte die Drohne: „Was auch immer da ist. Komm raus oder stirb durch unser Blasterfeuer.“ Eine zeit lang passierte nichts. Doch dann kam hinter dem Wrack einer Oneiros eine Reparaturdrohne hervor. „Nicht schießen“, bat die Drohne. „Wer bist du“, fragte G2. „AR2, Logistikstaffel. Und wer seid ihr?“ „G2, Ishtar Gruppe.“  „G1, Ishtar Gruppe.“ „Kannst du G1 bitte reparieren?“ AR2 stimmte zu und näherte sich den beiden vorsichtig. Von der umgebauten Infiltratordrohne leuchtete ein grünlicher Energiestrahl auf und reparierte G1 vollständig. „Danke.“ „Was macht ihr hier draußen?“ „Wir suchen einen intakten Hangar. Um Zuflucht zu suchen. Willst du mit kommen?“ „Ja, ich glaube ich habe in der nähe eine beschädigte Thanatos gesehen.“ „Gut, flieg voraus.“

AR2 drehte und führte die beiden Sentrys eine gute Stunde zwischen den Wracks vieler verschiedener Schiffe vorbei, bis sie zu dem Wrack einer Vexor kamen. „Da drüben ist sie“, meinte AR2. Die beiden Sentrys flogen nach oben und sahen einen großen, offenen Bereich. In dessen Mitte war ein Träger der Thanatos-Klasse, jedenfalls was davon übrig war. Auf der rechten Seite des Schiffes klaffte ein riesiges Loch und der Träger rotierte etwas. Die Schilde waren aus, doch die Beleuchtung flackerte an manchen stellen noch. „Sieht noch gut aus. Meinst du, du kriegst den wieder flott?“ „Es wird zwar etwas dauern, aber ja.“ „Na dann… wartet.“ Die Sensoren von G1 erfassten Energiesignaturen. Zu klein für Schiffe, aber groß genug für andere Drohnen. Auch G2 hatte die Signaturen wahrgenommen. Die drei Drohnen gingen etwas hinter dem Wrack in Deckung. Es dauerte nicht lange bis eine Staffel Hobgoblin II auftauchte. Auch sie schienen an dem Träger Interesse zu haben. „Ist jemand hier“, funkte eine von ihnen. Erst kam keine Antwort, doch dann flogen aus dem Thanatos Wrack ein große Anzahl Bergungsdrohnen heraus. „Hallo?“ Doch ehe die Hobgoblin noch etwas weiteres funken konnte fielen die Bergungsdrohnen die Staffel an, und fingen an die Hobgoblins auszuschlachten. „Wir müssen ihnen helfen.“ G2 brachte sich in eine Schussposition und eröffnete das Feuer auf die Bergungsdrohnen. Die ersten zwei Schüsse zerstörten eine von ihnen. Die anderen neun ließen von den Hobgoblins ab und richteten ihre Aufmerksamkeit nun auf die Sentry. Mit zwei weiteren Schüssen deaktivierte G2 eine weitere Bergungsdrohne. Diese gingen nun auf Kollisionskurs. Als G2 wieder schießen wollte, bemerkte die Garde, dass sie keine Munition mehr hatte. Die Schlacht, und dann die Rettungs von G1 hatten ihren gesamten Vorrat in Anspruch genommen. „Ähm, Hilfe?!“ Sie versuchte gar nicht erst davon zu fliegen, da G2 niemals schnell genug sein würde um den Bergungsdrohnen zu entkommen. Nun eröffnete auch G1 das Feuer und AR2 versicherte beiden, sie würde sie Reparieren. Zwei der feindlichen Drohnen konnte G1 noch zerstören, ehe diese zu nah waren, als das G1 sie treffen könnte. Jeweils zwei gingen auf die Sentrys, während die fünfte AR2 hinterher jagte. Mit ihren Werkzeugen fingen sie an G1 und G2 auseinanderzunehmen. Doch noch ehe ihre Schilde durch waren wurden auch die restlichen Bergungsdrohnen zerstört. Die Hobgoblins flogen in der nähe. Die Läufe ihrer leichten Blaster glühten noch. „Alles in Ordnung bei euch“, fragte eine von ihnen. „Ja“, antwortete G1 „Danke für die Rettung.“ „Danke für unsere. Könntest du uns vielleicht reparieren?“ Letzteres ging an AR2. Die Reparaturdrohne stimmte zu, doch erst wenn sie im Hangar der Thanatos wären. Mit der Hilfe der Hobgoblin’s erreichten die beiden Garde Sentrys daran Wrack wesentlich schneller. Der Hangar, der für gewöhnlich durch ein Schild vor dem Vakuum des Weltraums geschützt war, stand offen. Die Beleuchtung im inneren flackerte hin und wieder, wodurch die noch verbliebenen Jägerstaffeln lange, unheimliche Schatten warfen. An einigen fehlten diverse Teile, wahrscheinlich wegen der Bergungsdrohnen, doch weiter hinten waren noch welche die komplett intakt waren. AR2 machte sich daran die Hobgoblins zu reparieren, während G1 und G2 wache hielten. Als alles soweit erledigt war, berieten sich die Drohnen was sie als nächstes tun sollten.

„Wir machen die Thanatos wieder einsatzbereit, und dann verwenden wir sie als Zuflucht“, schlug G2 vor.

„Das ist keine schlechte Idee, aber ich kann das Schiff nur reparieren. Steuern muss es entweder ein Kapselpilot oder einer von uns“, warf AR2 ein.

„Und wer soll das machen?“

„Du“, meinte G1. Es folgte eine kurze Stille.

„Ja, das ist eine gute Idee“, warf AR2 ein.

Die fünf Hobgoblins waren anfangs noch skeptisch, aber nachdem G1 von seiner Rettung durch G2 erzählte waren auch sie einverstanden. Das einzige Problem war nur, dass AR2 nicht in der Lage war G2’s Matrix in die Systeme der Thanatos zu speisen. Außerdem war das einer der neueren Trägern, die nur noch Jägerstaffeln unterstützen. Für den Umbau, wie die Übertragung der Matrix würden sie Drohnen brauchen mit Greifarmen und Werkzeugen, Bergungsdrohnen. Während AR2 sich also an die Reparaturen machte, flogen die Hobgoblins los um freundliche Bergungsdrohnen zu finden. G1 und G2 “bewachten“ währenddessen den Träger. Die Hobgoblins hatten ihnen zwar etwas von ihrer Munition abgegeben, doch die Projektile waren viel kleiner als die standardisierten für Garde II Sentrys. Beiden war unwohl dabei mit der falschen Munition zu schießen. Stillschweigend schwebten sie vor dem Hangareingang im Raum. „Danke“, brach G1 plötzlich die Stille. „Hm?“ G2 hatte die ganze Zeit auf die Sensoren und Scanner geachtet und die Übertragung nicht bemerkt. „Danke das du mich aus dem Minenfeld gerettet hast.“ „kein Ding, du hättest das Selbe für mich getan.“ Dazu schwieg G1 und so warteten sie auf die Rückkehr der Hobgoblins.

Stunden vergingen ohne ein Lebenszeichen der Hobgoblins. Inzwischen hatte AR2 den Großteil der Systeme wieder repariert, doch einzig die Überwachungsscanner, sowie die Kommunikationssysteme waren Online. Die Schäden an der Panzerung und am Rumpf waren noch vorhanden, jedoch nur weil es Monate dauern würde wen sie das alleine reparieren würde, zumal das Schiff ein aktives Reparatursystem hatte. Die Drohne verband sich mit den Kommunikationssystemen und versuchte die Hobgoblins zu erreichen.

„HO1, hier AR2. Könnt ihr uns hören?“

„Hier HO1, wir hören euch. Was gibt es?“

„Ich wollte mich erkundigen wie eure Suche bisher läuft.“

„Erfolgreich, wir haben zwei Bergungsdrohnen gefunden, die bereit sind uns zu helfen.“

„Kann man ihnen vertrauen?“

„Ja, wir haben sie dabei entdeckt wie sie eine Hornet repariert haben. Die begleitet uns übrigens auch. Wir sind bereits auf dem Rückweg und……“

Plötzlich leuchteten die Scanner der Thanatos auf. Einige Schiffe waren, in einiger Entfernung, aus dem Warp gekommen. „Wir haben Besuch“, informierte die Reparaturdrohne die anderen. „Kapselpiloten“, fragte G2 aufgeregt.

AR2 überprüfte die Daten. „Nein, keine Kapselpiloten.“

„Ich kann keine Signaturen ordnen“, berichtete G1.

„Aber die Scanner zeigen an das etwas sein muss.“

„Hier HO2 wir haben etwas auf den Scannern, können es aber nicht zuordnen.“

„Sicher das es keine Wrackteile sind, oder eine Fehlfunktion in den Systemen?“

„Hier HO4, ich…“

„Wer bist du? Du bist nicht HO4.“

„Doch bin ich. Ich bin HOrnet 4, nicht HObgoblin 4.“

„Oh…. fahr fort.“

„Ich kenne die Signaturen, dass sind Raubdrohnen.“

Es folgte eine kurze Stille. Dann begann G1 Befehle auszugeben: „Iihr kommt jetzt so schnell ihr könnt zurück, ohne entdeckt zu werdet. G2 und ich halten uns hier versteckt und geben euch Deckung wenn ihr in unsere Nähe kommt. AR2, schalte alles aus das darauf hindeuten könnte das diese Thanatos funktionsfähig ist. Ab jetzt herrscht Funkstille.“ Eine Antwort kam nicht. Die beiden Garde Drohnen machten sich mit den Magneten an ihrer Rückseite am Hangareingang fest. AR2 arbeitete weiter an den Jägern. Viele waren der Raumschlacht oder den Bergungsdrohnen zum Opfer gefallen, aber immerhin waren noch genug für zwei Staffeln Firebolg Jägern und ein Siren Unterstützungsgeschwader da. Es dauerte nicht lange bis G2 Sichtkontakt zu den Raubdrohnen bekam. Die Drohne sah wie ein stark modifiziertes Schlachtschiff der Dominix-Klasse aus. Einige Antennen standen vom oberen Teil des Schiffes ab, sowie eine Reihe Greifarmen unter dem Maschinenraum angebracht worden waren. Dazu hatte die Drohne zahlreiche Löcher in der Außenwand des Schiffes. Es wurde von zwei kleineren Drohnen eskortiert, doch G2 schätzte diese als nicht weniger Aggressiv ein. Sie standen seitlich zu der Thanatos und es schien nicht als ob sie Interesse an dem Schiffswrack hätten. Plötzlich blitzen die Partikel einer einzelnen Blasterkanone, direkt zwischen ihnen und den Raubdrohnen auf. Die Erkenntnis traf G2 mit etwas Verzögerung. Das war G3, die in dem abgetrennten Hangarteil einer Algos geblieben war. Die Raubdrohnen hatten inzwischen ihre gesamte Aufmerksamkeit auf den Schützen gelenkt. Alle drei Schossen gleichzeitig in die Richtung der Quelle. Danach kam kein Gegenfeuer mehr. ‚Beeilt euch‘, dachte G2 in der Hoffnung das die Leichten Drohnen in näherer Zukunft wieder kommen würden. Zu ihrem Pech hatten die Raubdrohnen nun scheinbar doch Interesse an der Thanatos bekommen, denn sie steuerten direkt auf sie zu. Mit einem Mal schossen wie aus dem Nichts die Hobgoblins hinter dem Schatten einer Drake hervor. Im Schlepptau hatten sie die Bergungsdrohnen und die Hornet. „Wurde aber auch Zeit“, beklagte sich G1 „G2 flieg mit den Bergungsdrohnen zu AR2 und lass deine Matrix in die Thanatos hochladen. Der Rest von uns versucht so viel Zeit wie möglich zu ergattern.“ „Gut, seid vorsichtig. “ Die beiden Bergungsdrohnen verschwendeten keine Zeit und flogen zu G2. „Wartet, das könnt ihr sicherlich besser gebrauchen als ich.“ Damit warf sie ihre Munition aus und wurde von den beiden Bergungsdrohnen in das Innere des Trägers geschoben. AR2 bereits wartete an einer Schnittstelle. Nachdem sich die drei Drohnen kurz austauschten flog die Reparaturdrohne, zu den anderen vor dem Hangar, um sie zu unterstützen. Die Sentry hatte ein ungutes Gefühl dabei mit den Bergungsdrohnen alleine gelassen zu werden. „Da alles vorbereitet ist können wir gleich loslegen“, erklärte eine der Beiden. „Genau, wenn du jetzt bitte deine Schilde herunterfahren würdest, dann können SV1 und ich dir deine Matrix entnehmen und sie in das Schiff laden.“ „Also gut“, meinte G2 und senkte ihre Schilde. Dann merkte sie nur noch wie die Bergungsdrohnen an ihrem Gehäuse schnitten. Dann ganz plötzlich nichts mehr.

Genau so plötzlich wie es geendet hatte, begann für G2 ein neues Leben. Doch G2 war keine Garde mehr. Nach und nach überschrieb ihre Matrix sämtliche Systeme des Thanatos-Klasse Trägers, bis G2 schließlich sämtliche Systeme des Schiffs kontrollierte. „Kommt in den Hangar, ich fahre das Schutzschild hoch“, funkte sie zu den Drohnen die noch draußen im All kämpften. G1 konnte sie mit dem Traktorstrahl in den Hangar ziehen, da sie quasi direkt vor dem Eingang war. Die sechs leichten Drohnen waren bereits im Nahkampf mit den Raubdrohnen und aktivierten nun ihre Microwarpdrives um zurück zum Träger zu kommen. Auf halben Wege wurde HO3 schwer getroffen, wobei unter anderem auch ihr Antriebssystem ausfielen. Die anderen schafften es jedoch alle in den Hangar. Ein hitziges Gespräch entstand zwischen den Hobgoblins. Die vier im Träger wollten ihren beschädigten Kameraden nicht zurück lassen, obwohl dieser sie darum bat, damit der Rest weg kommen konnte. „Mach das wir hier weg kommen“, rief nun auch G1. „Wir können ihn nicht einfach zurück lassen“, warf AR2 ein und auch die Bergungsdrohnen stimmten ihr zu. G2 dachte kurz nach. Der Träger war schwer beschädigt, die Schilde waren gerade erst am aufladen, die Panzerung war fast nicht mehr vorhanden und die Struktur war auch kurz vor dem nachgeben. Als erstes aktivierte sie das Reparatursystem. Gleichzeitig starteten die Staffeln im Hangar, während die Raubdrohnen aufgeschaltet wurden. „Hobgoblins, holt HO3 zurück in den Hangar, die Jäger werden euch decken.“ Die vier leichten Drohnen verloren keine Zeit und schossen, Seite an Seite mit  den Jägern aus dem Hangar. Letztere gingen zu einem Angriff auf die Raubdrohnen über. Es waren eine Alvius Queen und zwei Siege Alvatis. Die Firebolgs machten mit der Queen kurzen Prozess, und auch die Alvatis hatten keine Chance gegen die Jäger. Die Hobgoblins brachten die beschädigte Drohne wieder in den Hangar. Auf dem halben Weg kam ihnen AR2 entgegen und begann mit der Reparatur, während die beiden Bergungsdrohnen, SV1 und SV2 anfingen die die umliegenden Wracks auszuschlachten. Aus dem erbeuteten Schrott stellten sie Ersatzteile und Munition her. „Gut, jetzt lasst uns aber von hier verschwinden, ehe noch mehr ungebetene Gäste kommen“, schlug G2 vor. „Und was ist mit unserem Mutterschiff“, fragte HO5. „Das kommt wahrscheinlich nicht wieder, leider. Aber wenn ihr es mir erlaubt übernehme ich diese Rolle gerne.“ Ohne groß zu überlegen stimmten die Drohnen zu. „Gut. Ich habe eine Markierung gesetzt, also können wir immer wieder kommen, doch fürs erste springe ich uns zu einem Punkt im System, wo wir uns sammeln können

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