EVE Online – Its a lone Track.

 

Hallo, wer auch immer du sein magst.

Wenn du diese Zeilen liest hast du offensichtlich unsere Fluchtkapsel gefunden oder das was von ihr übrig geblieben ist.

Ich möchte dir hier die Geschichte unseres Schiffs, der CN-MO-74018-„Beltbuster“ der SKIFF-Klasse, erzählen oder wenigstens den Teil an dem ich Teil der Crew sein durfte.

Meine Geschichte beginnt vor etwa 7 Jahren als ich auf der Beltbuster anheuerte, ich kam frisch von der Akademie und hatte mich mit Bergbausystemen der neuesten Generation befasst, da die Caldari Navy zu der Zeit massive Ausbau-Pläne verfolgte und damit begann ihre Navy Flotte möglichst schnell zu erneuern. Soweit ich weiß waren viele Schiffe ziemlich veraltet und teils schon über zehn Jahre in Dienst, was den massiven Sparplänen der Regierung zuzuschreiben war welche der Überzeugung war das man in Friedenszeiten nicht all zu viel für die eigenen Truppen investieren müsse.

Gerüchten zu Folge hatte der Geheimdienst hinweise darauf gefunden das sich Jove-Artefakte im Umlauf befinden sollen, wärend die Wissenschaftler sich uneinig waren ob sich diese Technologie eignen könnte um in den bisher unerreichbaren Jove-Space vor zu dringen und sich so ein massives Ungleichgewicht in den Machtverhältnissen der Imperien ergeben könnte zum Vorteil desjenigen der zu erst diese Artefakte in die Finger bekommen sollte, hatte sich die Millitärführung und die Regierung dazu entschlossen das größte Rüstungsprojekt zu starten das der Staat je gesehen hat.

Natürlich wussten wir damals schon das man auf manche Gerüche nicht all zu viel geben sollte und es war uns bis dahin auch ziemlich egal da wir froh waren überhaupt irgendwo eine Arbeit gefunden zu haben und dann gleich als gut bezahlte Miner für die Navy.

Das beste daran war eigentlich das wir immer mit Begleitschutz unterwegs waren und unser Schiff ein ziemlich hartes Arbeitsschwein war welches auch gerne mal einen Rempler abbekommen kann ohne gleich auseinander zu brechen was uns ein gewissen Maß an Sicherheit suggerierte.

Man teilte uns also schon auf der Akademie bestimmten Schiffen zu, die sich zu Beginn unserer Ausbildung teils noch im Bau befanden und schärfte uns ein das grade die Bergbau-Missionen besondere Wichtigkeit haben um den Massiven Materialbedarf zu decken dem sich die Navy nun gegenüber sah.

Auf der „Beltbuster“ versah ich den Dienst als Leitender technischer Offizier und war mit meinem Team dafür verantwortlich die Bergbaulaser und den Antrieb einsatzbereit zu halten, was, wie sich herausstellte, nicht immer einfach war, da einige Spezifikationen von ORE dafür sorgten das sich die Linsen teilweise schneller verbrauchten als man „Veldspar“ rufen konnte.

Man hat natürlich versucht einige Dinge zu optimieren und die Laser so ab zu stimmen das sie die Laser-Kristalle nicht „fressen wie Schoko-Drops“, was auch bis zu einem gewissen Grad funktioniert hatte. Allerdings hat man auch schnell herausgefunden das die Haltbarkeit der Kristalle mit dem Ertrag direkt zusammenhängt… was dazu geführt hat das man die Effizienz davon abhängig gemacht hat WO die Bergbauoperation stattfinden sollte.

Im sogenannten „Highsec“ wo die Logistik keinerlei Problem darstellte ist man dazu übergegangen den Maximalen Ertrag zu fahren wärend man im sogenannten „Low-Sec“ eher mit älteren Mininglasern arbeitete, die zwar nicht so effizient sind, dafür aber keine Linsen fressen die man ersteinmal dort hinschaffen musste.

Die Beltbuster wurde im System Aurohunen eingesetzt und unser Evakuierungssystem war  wir hatten damit zwar die größeren Asteroiden, dafür aber auch die schlechteren Laser, was gerne zu Problemen mit meinem Captain geführt hat, der leider weniger technisches Verständniss besitzt als der dämliche Köter den er ständig mit sich herumschleift.

Zwar sind Hunde auf Navy-Schiffen nicht erlaubt, aber das scheint nur für Kriegsschiffe zu gelten und da seine Teppichratte nicht größer war als ein handelsübliches Kaninchen und wir ja nicht auf einem Kriegsschiff waren hat sich zu unser aller Ärger kein Schwein dafür interessiert das das Mistfiech dauernd in den Erzhangar geschissen hat, sehr zum Leidwesen der Lade-Crew.

Wir hatten gelegentlich drüber nach gedacht das Hangarshott auf zu fahren wenn der Angstkläffer gerade seinen Haufen abseilt und uns vorgestellt wie blöd der Köter wohl glotzen würde wenn er grade noch im Hangar einen abseilt und plötzlich im All richtung Sonne driftet.

Das Einzige das man dem Captain zugute halten musste ist das er ein echtes Händchen dafür hatte die Beltbuster ohne unnötige Erschütterungen durch die Belts zu navegieren, was unseren Jungs an den Zielsystemen den Job deutlich vereinfachte und die Ausbeute wenigstens zu einem gewissen Maß verbesserte, was wohl der Hauptgrund dafür war weshalb man über das eine oder andere hinweg sah.

Es hat sich eingebürgert das sich die Teamleiter und ich uns wenigstens zu Dienstbeginn und zu den Pausen getroffen haben um gemeinsam zu essen und die wichtigsten Punkte und Probleme durch zu sprechen.

Da waren Michael, der Gruppenleiter der Drohnensektion, Patrik, der Gruppenleiter des Maschienenraums, Kuddel, unser Chef-Elektriker, Alex, der Gruppenleiter der Laser-Abteilung, Dennis, der Chef der IT Abteilung, Heimo, Teamleiter der Wartungs-Crew, Thorsten, der Chef der Lade-Crew und Ich, der alle koordinieren sollte, wärend ich den Captain auf dem Laufenden halten soll, neue Crewmember einteilen und die Schiffsinternen Abläufe optimieren durfte um Wege zu finden das Schiff und damit den Ertrag zu verbessern.

Ein scheiß Job. Egal mit wem man spricht, alle klagen einem ihr Leid und die meissten sehen einen am liebsten von hinten… wenigstens ist das allgemeine Klima auf dem Schiff recht entspannt und der Umgangston zwar rauh, dafür familiär.

Unsere Crewmember kamen aus allen Ecken des bekannten Universums, einige versahen seit dem Stapellauf der Beltbuster ihren Dienst auf dem Schiff, andere kamen nach und nach dazu wärend uns auch einige Kumpels recht schnell wieder verließen. Sei es aus gesundheitlichen -, privaten Gründen oder weil sie sich nicht in die Crew integrieren konnten.

Irgendwann kamen die ersten Crewmember auf unser Schiff die Gechichten aus ihren Heimantwelten erzählten die sehr beunruhigend und tatsächlich beängstigend waren.

Zu dem Zeitpunkt hielten wir diese Geschichten für Seemansgarn, das die Kumpel wohl als harte Hunde darstellen sollte, so absurd klangen die Geschichten, bis auch ganz offiziell The Scope berichtete das die Sansha Nation eine groß angelegte Offensive auf die Imperien starten würden und plötzlich war alles anders. Die Geschichten wurden Nachrichten und manche Gerüchte zur Gewissheit.

Es gab Meldungen aus Niarja, wo die ersten Sichtungen von Sanshas bestätigt wurden, und vielen anderen Welten auf denen die Sanshas wüteten. Oft wurde berichtet das die Zivilbevölkerung von Planeten nahezu vollständig durch die Sanshas entfürt wurden und Concord wurde kaum Herr der Lage, was dazu führte das immer mehr Kapselpiloten in diesen Konflikt einbezogen wurden.

Urplötzlich wurde berichtet das sogenannte Wurmlöcher in den Systemen auftauchten und wieder verschwanden, was auch unseren Job deutlich gefährlicher machte, da jederzeit irgendwelche Sanshas oder andere Kreaturen neben einem auftauchen konnten und es wurden Untersuchungen gestartet um die Bedrohung angemessen einschätzen zu können.

Jedenfalls wurde immer offensichtlicher das die ursprünglichen Gerüchte war waren was die Jove Artefakte betraf und auch weshalb die Navys ALLER Imperien so massiv aufgerüstet hatten ohne übereinander her zu fallen wie hungrige Schakale. Es ging augenscheinlich nicht darum andere Imperien zu überfallen oder zu Expandieren, es ging offensichtlich darum die vier Imperien zu schützen und die Kapselpiloten mit ein zu binden was mit dem Fraktionskrieg in den Randgebieten einen gewissen Erfolg gehabt zu haben scheint, immerhin, so munkelt man, sind nun mehr Kapselpiloten in den Randgebieten der Imperien unterwegs, gebunden durch sinnfreie Scheingefechte unter Aussicht auf Reichtümer.

Die Gerüchteküche besagte das man auf die Art die Hauptstreitkräfte in den Imperien konzentrieren könne um so die anstehende Bedrohung in den Kerngebieten schneller und effektiver beseitigen zu können.

Die beängstigende Erkentniss daraus war, das wir nicht so sicher waren wie wir immer geglaubt haben.

Wir schrieben derzeit das Jahr YC118 und waren in den ersten Aprilwochen wie jeden Tag in den Belts von Aurohunen unterwegs und es schien ein Tag wie jeder andere zu werden, es gab hier und da einige Sichtungen von kleineren Piratenfrigatten die allerdings recht schnell durch unsere Drohnen entsorgt worden sind. Eine Plage diese Typen, arme Teufel die irgendwie an eine billige Frig oder teils an irgend einen Hauler und versuchen an die großen ISK zu kommen. Die können einem schon fast leidtun.

Als wir also beisammen saßen und grade mit unserem Frühstück fertig wahren, schickte sich der Captain an sich zu uns zu gesellen um die neuesten Nachrichten aus dem Headquater zu überbringen bevor er die Beltbuster aus der Station zu steuern damit wir die Arbeit in den Asteroidengürteln fortsetzen konnten.

Kuddel war gerade mit den Arbeiten in der Laserabteilung fertig und die Wartungscrew ging der Ladecrew ein wenig zur Hand, da die Ladeluke Schwierigkeiten zu machen schien, was uns nach der Reperatur einiges an Zeit eingespaart hatte. Die Drohnenabteilung war damit beschäftigt die Warrior-Drohnen wieder schüßig zu machen die wir in den Asteroidengürteln aufgefunden hatten. Irgendjemand musste sie dort wohl vergessen haben, allerdings waren die Scans ohne Ergebnis und Wracks gab es keine in der Nähe.

Das Haupquartier teilte uns mit, das wir die Drohnen gerne „recyclen“ sollten, das keine auffälligen Aktivitäten in den umliegenden Systemen zu verzeichnen war und wie stolz man auf unsere Verdienste im Namen der Navy sei und das restliche Gewäsch das uns nur Zeit kostet und von dem wir uns nichts kaufen können.

Schliesslich mussten wir ja zusehen das die Karre rennt und die monatlichen Abbauraten stimmen, wärend wir ewig auf neues Material warten durften.

Nicht das die Hauler nicht pünktlich gewesen wären, allerdings sind sie häufiger leer aufgetaucht, also ohne einige Ersatzteile die wir eigentlich gebraucht hätten…

Wir entschlossen uns also die Drohnen wieder gängig zu machen und mit den Navigationssystemen unseres Schiffs zu symcronisieren um sie einsetzen zu können für den Fall das unsere eigenen Acolytes nicht geeignet wäre, denn eines muss man den Minmatars lassen, diese Irren verwenden zwar Technik die aussieht als hätten sie den Kram auf dem Schrottplatz gefunden, und warscheinlich haben sie das auch, aber ihr Equipment ist schnell im All unterwegs und teilt auch ordentlich Schaden aus.

Als wir dann gegen 10 Uhr Standardzeit die wichtigsten Reperaturen abgeschlossen hatten dockten wir ab und der Warpantrieb heulte auf, der klassische Knall war zu hören gefolgt von dem rauschen des Warp-Tunnels… einige Sekunden danach fielen wir aus dem Warp und wärend unser Captain die Beltbuster in Position brachte begaben sich alle Crewmitglieder auf ihre Stationen.

Die Stunden vergingen und wärend die einen damit beschäftigt waren die aktiven Systeme zu bedienen war die andere Hälfte der Crew damit beschäftigt System-Tests der anderen Systeme durchzuführen. Alles lief wie gewohnt und die Scans der Umgebung zeigte nichts auffälliges.

Einige Kumpel sprachen über ihre Urlaubspläne, andere über ihre Beziehungsprobleme wegen der großen Entfernung. Die Stimmung war entspannt und man lästerte wie gewohnt über die Töle des Captains und wo die Teppichratte mal wieder hingepinkelt hat…

In meinem Büro habe ich zuerst einen dunpfen Knall registriert, und dachte mir erst das unser Industrial angekommen wäre um die Erze einzusammeln, dann aber schrillten die Alarme los, Notrufe wurden abgesendet und man konnte deutlich eine Knallfolge wie Sperrfeuer vernehmen.

In dem Moment wurde klar das es sich zum einen um mehr als ein Schiff handelte das aus dem Warp fiel als der Captain über die Sprechanlage im Schiff brüllte: „EXIT! ICH WIEDERHOLE! EXIT!“ was bedeutete, das wir 1. ALLE Systeme überlasten bevor wir unsere Station Verlassen und 2. Das wir uns und alles was kein FEDO ist in die nächste Fluchtkapsel retten um dann unser Exit-System an zu steuern wo sich unser Rendevous-Punkt befindet.

Kurz nachdem der Alarm für niedrige Schilde losschnarrte explodierten die ersten Relais und die Explosionen wurden extrem laut, was nur bedeuten konnte das die Panzerplatten gerade schwer zu tun bekamen.

Als ich die nächste Rettungskapsel bestieg, oder besser als ich mich hineinwarf ging direkt hinter mir die Schleuse zu und die Kapsel wurde ausgeworfen. Bevor ich ganz begriffen hatte was passierte richtete sich die Kapsel aus und im selben Moment als sie in den Warp ging gab es einen schrecklich lauten Knall und ich wurde durch die Kabine geschleudert.

Schwärze umfing mich.

Als ich wieder zu mir kam sah ich mich völlig orientierungslos um und stellte Fest das sich in dieser Rettungskapsel acht Menschen gerettet hatten, ausgelegt war sie für zehn.

Kuddel, unser Chef-Elektriker war gerade dabei an einer Schnittstelle in der Seitenwand herum zu furwerken, das Display flackerte ungleichmässig.

Dennis, unser IT-Profi, war gerade dabei in einer Kiste herum zu kramen.

Ich erkannte auch Heimo, der selbst bewustlos am Boden lag, neben ihm eine weitere Kiste mit Elektronikteilen.

Als ich gerade etwas sagen wollte hörte ich die Toilettenspühlung und Patrik trat auf mich zu: „Wenigstens der Kackbalken funktioniert hier fehlerfrei. Das war auch schon die gute Nachricht.“. „Was zum Teufel ist denn passiert?“ fragte ich verwirrt und versuchte mich langsam auf einen der Notsitze zu hiefen, noch nicht ganz stabil auf den Beinen.

„Genaues wissen wir nicht, wir hatten uns gerade zum Besprechungskaffee getroffen als der Scheiß los gegangen ist. Was wir wissen ist das unser Warpantrieb beim Sprung von einem Trümmerteil getroffen wurde und die Kapsel nun mit Notstrom durch das All driftet, das unsere Com-Systeme dadurch Überspannung bekommen haben und die Sensoren sind auch im Arsch. Aber Kuddel und Dennis sind dran etwas zusammen zu friemeln… und Heimo, tja, siehste ja selbst, da müssen wir noch nen bischen warten bis er hoffentlich die Augen wieder auf macht. Die andern da sind Frischlinge und können nicht viel ausser im Weg zu stehen, deshalb hab ich denen gesagt die sollen die andern Kumpel so gut zusammenflicken wie sie können und nen Auge drauf halten.

Was wir allerdings mit Sicherheit sagen können ist das die Beltbuster zerstört wurde.“

„Also haben wir ein Funktionierendes Scheißhaus, Notrationen für eine Woche und eine funktionierende Beleuchtung und das wars?“ fragte ich, „Jup, so siehts aus.“ knurrte Kuddel dazwischen.“Schöne Scheiße nicht war?“ fragte Dennis dazwischen und ergänzte lapidar „Typisch, wann sonst soll so eine Scheiße passieren als an einem Montag…“.

„Wie sehen denn die Optionen aus?“ fragte ich als ich in einen der Sitze sank.

Die Antwort kam Prompt, „Tja, ich versuch hier grade wenigstens mal den Notsender ans Laufen zu bekommen und Dennis hier wühlt durch die Kisten um zu schauen ob er brauchbare Teile findet um einen Empfänger zusammen zu löten, was garnichtmal so einfach ist wenn man bedenkt das die Werkzeuge hier eher überschaubar sind…“ erklärte Kuddel.

„Also heisst das erstmal, das wir gestrandet sind und mit etwas Pech weis niemand wo wir sind weil unser Notsender nicht funktioniert… tolle Wurst. Wissen wir denn wo wir sind?“ wollte ich wissen. Einer der Frischlinge zeigte zögerlich auf und erklärte „Naja, ich habe einen riesigen Wasserplaneten gesehen an dem wir vorbeigedriftet sind, also sind wir in der Nähe von Planet III oder Planet VII nehme ich an.“

„Na Toll sind ja nur zig AU dazwischen… “ stöhnte Heimo als er sich den Kopf rieb und sehr behutsam aufrichtete. Einer der anderen Frischlinge sprang ihm zur Seite um ihn zu stützen, Heimo aber schüttelte ihn ab und raunte „Finger weg, mir gehts schon beschissen genug…“ knurrte er. „Mach mal halblang du sturer Knochen, er will dir nur helfen…“ fauchte Dennis ihn an. „Jaja, iss ja gut…“ quitierte Heimo den Einwand, „Euer Glück ist ist das ich in den Rettungskapseln immer auch ein wenig Nanite Repair Paste untergebracht hab, der Haken daran ist das uns das bei unserem Antriebsproblem nicht wirklich wieterhelfen wird…“

„Warum nicht?“ wollte einer der Frischlinge wissen. „Ganz einfach Kleiner, hast du hier irgendwo eine Druckschleuse gesehen? Wir kommen nicht dran um die Naniten dort hin zu bringen, ausserdem haben wir dann immernoch das Problem das unsere Navigation nicht online ist und unser Sender geht auch nicht, weshalb wir nicht durch die Gates kommen. DARUM hilft uns das grade nicht. Und selbst WENN wir dran kämen und irgendwie die Navigation ans Laufen bekämen haben wir nicht genug Naniten um alles ans laufen zu bekommen…“

„Ok, dann folgendes: Erstens wir gehen erstmal alle pennen, die Lebenserhaltungssysteme scheinen ja nicht unser Problem zu sein richtig? Zweitens: In 8 Stunden gehen wir zunächst mal unseren Bestand durch und schauen was wir in Bezug auf das Notsignal machen können. Anschliessend überlegen wir weiteres.“ bestimmte ich und nach kurzem lamentieren stimmten die anderen zu und wir legten uns schlafen.

Die Nächsten Tage waren Kaffee-reich und wir prüften und durchmaßen Platinen, Kabel, Bedienelemente, durchforsteten Luken und bekamen ENDLICH das Notsignal und mit Hilfe der Naniten auch die Sensoren sowie einige Bedienpanels und einige Computerkomponenten.

Wir hatten also ein funktionstüchtiges Notsignal, zugriff auf ein paar Steuertriebwerke und die Sensoren sorgten dafür das wir wenigstens notdürftig Navegieren konnten und der Funk wurde wenigstens soweit wieder brauchbar das wir den Funkverkehr im System empfangen konnten.

Zu mehr hatten wir leider kein Werkzeug, geschweige denn Material.

Da wir laut unserer Sensoren näher an einem Gate waren als an den Stationen im System beschlossen wir unseren Kurs so zu setzen das wir in einem Swing-by.Manöver etwas an Geschwindigkeit gewinnen würden was unsere voraussichtliche Reisezeit auf zwei Wochen reduzieren könnte.

Nachdem wir also die Rationen für die Menschen an Bord stark rationiert hatten gingen wir dazu über möglichst lang zu schlafen um nicht all zu viel Energie zu verbrauchen, in der Hoffnung das uns dies die nötige Zeit erkaufen würde die wir benötigen würden um das Stargate zu erreichen.

Da wir nun schon seit 8 Tagen unterwegs waren beschloss ich meine Erlebnisse nieder zu schreiben und riet meinen Kumpels, oder sollte ich sagen meiner neuen Familie?, dies ebenfalls zu machen da wir so neben den Kartenspielen irgendwie die Zeit herum bekommen würden und was hatten wir schon anderes zu tun?

Wir beschlossen die Texte, Testamente und Briefe an die Lieben anschliessend in einer Schachtel zu bündeln und auf einem der Sitze an zu binden, wo du werter Leser sie wohl gefunden zu haben scheinst.

Was wir an Funksprüchen und Nachrichten empfangen haben in den letzten Tagen war das man zu der Erkentnis kam das die Beltbuster anscheinend von Sansha-Schiffen vernichtet wurde und das die Kapselpiloten New Edens diesen Übergriff zurück schlugen.

Man hat einen Großteil der Crew anscheinend bis auf 100 Besatzungsmitglieder wieder gefunden, von denen leider nur die Hälfte überlebte.

Es wurde berichtet das wie durch ein Wunder der HUND des Captains im Erzladeraum des Schiffs überlebt hatte, genau wie der arme Teufel den der Captain losgeschickt hatte um mit der Misttöle gassi zu gehen.

Wer hätte gedacht das das reudige Fiech irgendwem mal das Leben retten würde?

Uns hat eigentlich nur gewundert warum der Kumpel das Fiech nicht um die Ecke gebracht und gefressen hatte, aber scheinbar wurde das Wrack des Schiffs sammt Laderäume bereits einen Tag nach der Zerstörung geborgen und wir kamen zu dem Schluß das der Kumpel sich den Magen wohl nicht verderben wollte.

Uns bleibt derweil nur zu hoffen das unsere Rettungskapsel uns rechtzeitig ans Gate bringt und uns irgendjemand aufliest

Vieleicht, werter Leser, werden wir uns eines Tages mal auf ein Bier treffen, dann stell ich dir unsere Crew mal vor, oder was davon übrig ist.

Uns bleibt die Hoffnung.

Gruß

Leonard Narab

Advertisements